Psychotherapeutische Praxis
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Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie
PsychotherapeutInnen dürfen Personen jeden Alters behandeln, wobei jedoch zu beachten ist, dass es spezielle Zusatzausbildungen gibt, die auf besondere Kenntnisse und eine qualitativ hochwertige Arbeitsweise in speziellen Bereichen hinweisen, wie die „Weiterbildung für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie entsprechend der Richtlinien des Bundesministeriums für Gesundheit 2015“.
siehe dazu auch:
http://bmg.gv.at/home/Schwerpunkte/Berufe/Weiterbildungseinrichtungen_im_Bereich_Kinder_und_Jugendlichenpsychotherapie


Die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie unterscheidet sich von der üblichen Gesprächstherapie für Erwachsene u.a. und besonders in der Gestaltung der Begegnung. Umso jünger die Kinder, desto weniger drücken sie sich selbst und ihre Erlebnisse über
Worte aus. Um also mit einem Kind in Kontakt zu kommen, in Beziehung und Dialog treten zu können, um eine vertrauensvolle heilungsfördernde Beziehung aufzubauen und zu halten, ist ein anderer Weg zu beschreiten als jener des üblichen Gespräches – das Spiel, die Bewegung, das Tun, sowie das Dabei-sein und gezieltes reflektiertes Mitmachen und Anbieten sind die Wege der Kommunikation.
Ein sechsjähriges Kind kann mit der Frage, wie es eine bestimmte Person charakterisieren oder beschreiben würde, wohl kaum etwas anfangen. Hingegen drückt es sich im Spiel – bspw. mit Playmobil oder Tierfiguren – sehr kräftig aus, etwa durch die Wahl der Figuren und welche Rollen diesen zugeteilt und welche Verhaltensweisen ihnen verliehen werden. So vermittelt das Kind Emotionen und Informationen, und der spezialisierte Kinder- und Jugendpsychotherapeut beobachtet diese und weiß sie zu „lesen“, sodass er sich dementsprechend in das Spiel einbringen kann, indem er bspw. mittels einer Figur fachlich fundiert und reflektiert „mitspielt“, Optionen anbietet...
 
Abgesehen vom Zugang ist auch der diagnostische Blick zu spezialisieren, da Kinder bspw. eine Depression auch ganz anders ausdrücken können, als mit den bekannten Symptomen des Rückzugs.
 
Ein weiterer wesentlicher und gewichtiger Faktor in der Kinder- und Jugendpsychotherapie liegt in der Umfeldarbeit.
In der Therapie von Erwachsenen trägt die mündige erwachsene Person die Verantwortung für sich selbst – sie bestimmt (im Zusammenspiel mit dem Therapeuten, der nach bestem Wissen und Gewissen arbeitet), ob und wie oft Therapie stattfindet, ob sie pünktlich kommt, was sie verändern möchte, wie sie eine Veränderung angeht … und somit bestimmt der Erwachsene mittels seiner Mitarbeit und Zusammenarbeit mit dem Therapeuten darüber, ob es zu einer Verbesserung seines Zustandes kommt bzw. inwieweit das Therapieziel erreicht wird.
Anders beim Kind und Jugendlichen – diese sind eben noch nicht mündig und von den primären Bezugspersonen bzw. obsorgepflichtigen Personen abhängig. Und damit sind Gespräche mit diesen an der Entwicklung des Kindes/Jugendlichen maßgeblich mitbeteiligten Personen unumgänglich und wichtig, da es auch diese Menschen sind, die hier mitarbeiten. Ein Kind/Jugendlicher kann nur soweit an sich etwas verändern, wie dies die obsorgepflichtigen Personen ermöglichen, denn wir können es „drehen und wenden“ wie wir wollen, das Kind-Eltern-Verhältnis ist und bleibt eine hierarchische Systemordnung – dies ist grundsätzlich nichts Negatives, sondern – richtig verstanden und umgesetzt – eine wesentliche Voraussetzung zur verantwortungsvollen Elternschaft; schließlich kann nicht das Kind das Wissen, das Verständnis und die Vorausschau eines Erwachsenen haben.
So muss nun besonderes Augenmerk auf die Gestaltung der Beziehung „Erwachsener-Kind“ gelegt werden – es soll nicht um Sieg und Niederlage, um Macht und Unterwerfung gehen, sondern um Verständnis und Wertschätzung.
Echte Erwachsene-Kind-Hierarchie bedeutet: die Erwachsenen (Eltern, LehrerInnen, o.a.) fördern das Kind bzw. die/den Jugendlichen nach bestem Wissen und Gewissen mit dem Ziel der idealen Persönlichkeitsentfaltung – und dazu gehört auch die Bereitschaft dieser Erwachsenen sich beraten zu lassen und Änderungen an sich selbst zu vollziehen.
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